Psychotherapeutische
Heilpraxis
Brigitte Neusiedl
86570 Inchenhofen
Tel.: 08257 1569
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Interessanter Artikel zum Thema Loslassen:
Mit freundlicher Genehmigung!
© SANITÄTSHAUS AKTUELL Magazin, Ausgabe 01 | 2018
www.sanitaetshaus-aktuell.info
Text: Jana Pajonk
Warum es uns so schwerfällt loszulassen und wie es dennoch gelingen kann

Free Falling

free falling

Ich sitze an meinem Schreibtisch, während draußen der erste Schnee fällt und weiß nicht, wie ich anfangen soll, diesen Artikel über das Thema Loslassen zu schreiben. Die Erwartung an mich selbst, dass dieser Artikel etwas Großartiges werden muss, steht mir im Weg. Ich möchte unbedingt Menschen für dieses Thema öffnen. Das ist ein sehr hoher Anspruch, zu hoch. Und er hält mich davon ab, einfach das zu schreiben, was ich weiß und in meinen Recherchen erfahren habe. Und jetzt, wo ich das schreibe, merke ich, wie der Druck langsam von mir weicht. Denn ich habe die Vorstellung, die mich gefangen hielt, anerkannt und mich von ihr ein Stück weit verabschiedet. Ich habe losgelassen. Nun kann ich endlich beginnen. Vollständigen Artikel lesen...





Newsletter vom 16.12.2017
Weihnachtsbaum
Frohe Weihnachten
und alles Gute im neuen Jahr 2018

und plötzlich ist es wieder Weihnachten, obwohl der Kalender das schon lange anzeigt. Und ab und an beschleicht mich der Gedanke: "Oh, schaffe ich das alles bis Weihnachten?" Es ist noch viel zu tun, im Beruf und in der Familie. Nein, stressen lasse ich mich schon lange nicht mehr. Ich muss heute nicht mehr alles perfekt haben und nicht alle Erwartungen an ein gelungenes Fest erfüllen. Ich nehme mir bewusst Zeit, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und ich fühle Dankbarkeit. Eine gute Gesundheit ist nicht selbstverständlich, genauso wenig wie seelische Zufriedenheit. Beides war mir in diesem Jahr vergönnt. Das ist viel, ja sehr viel. Es erfüllt mich, dass mir in diesem Jahr wieder viele Menschen ihr Vertrauen geschenkt haben und ich mit ihnen gemeinsam arbeiten durfte. Besonders Menschen mit Angst- und Panikstörungen verbunden mit körperlichen Symptomen, wie innerer Unruhe, Beklemmungsgefühle und nervösen Herzbeschwerden häuften sich in meiner Praxis. Dies ist zum einen bedingt durch den ständig steigenden Leistungsdruck, aber auch meist durch nicht wahrgenommene und unterdrückte sog. "negative" Gefühle. Die Freude miterleben zu dürfen, wie Menschen seelisch wieder gesunden, wieder Liebe und Freude empfinden und verzeihen können, ja das ist wirklich ein gutes Gefühl.
Vielen Dank dafür!

Weihnachtslied aus Haiti

Es ist Weihnachten,
wenn alle bereit sind für das Fest.
Weihnachten heißt: mit Hoffnung leben.
Wenn sich Menschen die Hände
zur Versöhnung reichen,
wenn der Fremde aufgenommen,
wenn einer dem anderen hilft,
das Böse zu meiden und das Gute zu tun,
dann ist Weihnachten.

Weihnachten heißt: die Tränen trocknen,
das, was du hast, mit anderen zu teilen;
jedes Mal, wenn die Not eines Unglücklichen
gemildert ist, wird Weihnachten.

Jeder Tag ist Weihnachten
auf der Erde, jedes Mal, wenn einer
dem anderen Liebe schenkt;
wenn Herzen zufrieden und glücklich sind,
ist Weihnachten;
dann steigt Gott wieder vom Himmel herab
und bringt das Licht.

Liebe Grüße und besinnliche Feiertage wünscht
Brigitte Neusiedl





13. Dezember 2016
Weihnachtsbaum
Frohe Weihnachten
und alles Gute für das neue Jahr 2017

nach längerem Stöbern in meiner Gedicht- und Lyriksammlung für Weihnachten bin ich wieder einmal bei Herrmann Hesse fündig geworden. Gerne gebe ich dir, wenn du magst, den Geist der Weihnacht, den Hesse so treffend beschreibt und so wie ich ihn auch empfinde, weiter. Diesen Gefühlszustand der Liebe, des Einssein mit allem was ist, den ich nicht nur an diesen Tagen sondern in vielen Therapien mit meinen Klienten erleben darf, beschreibt so treffend das, was wir in dieser Zeit wirklich wollen. Die Geburt des Christuskindes, das Fest der Liebe, Hoffnung und Zuversicht als Memplex (eine verdichtete jahrtausende alte Menschheitserfahrung und Stimmung) gelangt nun als Sehnsucht wieder mehr in unser Bewusstsein. Wir wollen in diesen Tagen Ausruhen, Freude und Liebe erfahren.
Ich wünsche dir deshalb viele Gelegenheiten, um in dich zu gehen, dies in dir zu spüren und zu erkennen, was wichtig für dich ist. Gerade in der heutigen Zeit, in der uns der materielle Wohlstand oft nicht mehr zufriedenstellt und ein Großteil der Menschen eher Angst hat, diesen zu verlieren, sind wir mehr denn je aufgerufen uns auf das zu besinnen, was uns trägt. Lassen wir uns deshalb nicht anstecken vom Weihnachtsstress, familiären Erwartungen, von Politischen Bewegungen die Angst oder Hetze verbreiten und leben das worauf es wirklich ankommt. In diesem Sinne wünsche ich dir Freude, Liebe, Geborgenheit und die Gnade der Weihnachtszeit.

Weihnachtsgedicht von Herrmann Hesse:

Ich sehn' mich so nach einem Land
der Ruhe und Geborgenheit
Ich glaub', ich hab's einmal gekannt,
als ich den Sternenhimmel weit
und klar vor meinen Augen sah,
unendlich großes Weltenall.

Und etwas dann mit mir geschah:
Ich ahnte, spürte auf einmal,
dass alles: Sterne, Berg und Tal,
ob ferne Länder, fremdes Volk,
sei es der Mond, sei's Sonnenstrahl,
dass Regen, Schnee und jede Wolk,
dass all das in mir drin ich find,
verkleinert, einmalig und schön.

Ich muss gar nicht zu jedem hin,
ich spür das Schwingen, spür die Tön
ein's jeden Dinges, nah und fern,
wenn ich mich öffne und werd' still
in Ehrfurcht vor dem großen Herrn,
der all dies schuf und halten will.

Ich glaube, dass war der Moment,
den sicher jeder von euch kennt,
in dem der Mensch zur Lieb' bereit:
Ich glaub, da ist Weihnachten nicht weit.

Ich möchte mich bei allen Klienten und Kursteilnehmern für ihr Vertrauen und die Weiterempfehlungen bedanken. Dies macht es mir auch möglich wenig Geld in Werbung stecken zu müssen und deswegen brauchte ich mein Honorar in den letzten 20 Jahren nicht zu erhöhen.
Gerade die Atem- und die Imaginationstherapie macht es möglich, sich von Ängsten, Wut, Enttäuschungen und seelischen Wunden zu befreien. Damit können wir uns wieder für die Liebe und Lebensfreude öffnen und sie spüren.
Wie sich das auch auf den Gesundheit des Körpers auswirkt, wird mir fast täglich vor Augen geführt: innere Unruhe, Schmerzzustände (ohne körperlichen Befund) Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Verspannungen, depressive Zustände können nach wenigen Sitzungen ursächlich und damit erfolgreich behandelt werden.

Hier noch meine Geschenketipps:
- Mein Buch: Wie Loslassen wirklich gelingt. Dies ist in jedem Buchhandel erhältlich oder kann bestellt werden. Natürlich habe ich sie auch vorrätig, so dass es noch in letzter Minute bei mir abgeholt werden kann (12,95 €)
- Ein Geschenkgutschein für eine Beratung oder eine Atemtherapie ( 1 Std. 60,-- €).
- Kurs bei der Volkshochschule Landkreis Aichach-Friedberg: Die Heilkraft des Atems - Stress loslassen.
Eine Möglichkeit mich und meine therapeutische Erfahrung kennenzulernen.
Beginn: 6. März, 5 Abende, Mo. 19.00 - 20.30 Uhr (29,30 €). Zu buchen bei der VHS im Januar 2017.
Bitte informieren Sie sich immer wieder mal hier

In diesem Sinne ein frohes Fest und ein glückliches gesundes 2017





30. Januar 2016

Nach den geruhsamen Feiertagen hat die Arbeit und der Alltag wieder Einzug gehalten. Am 15. Februar leite ich den Kurs "Die Heilkraft des Atems" an der Volkshochschule in Aichach, in der Martinstr. 9, Beginn 19.50 Uhr bis 21.35 Uhr. An 5 Montagen werden durch die bewusst gelenkten Atem, Wahrnehmungs-und Lockerungs- überungen, körperliche Verspannungen, gestige Anspannung (Gedankenkreisen und Grübeleien), Stress und seelische Blockaden gelöst. Über die Atemarbeit ist eine Tiefenentspannung möglich und sie ist daher besonders für Menschen geeignet, die sich nur schwer entspannen können.

Bitte melde dich bei der Volkshochschule in Aichach, entweder über das Internet oder Telefonisch (Tel. Nr. 08251/87370) an. Die Kurs Nr. lautet 03475, der Kurs kostet 34,-- €.

Am Samstag, den 28. 2. 2016, 14:00 Uhr findet das Psychoenergetische Atmen statt. (siehe Anhang). Dieser tiefgreifende Lösungsprozess hilft alte belastende Blockaden und Seelenprogramme zu erkennen und zu verändern, damit die Lebensenergie wieder freier fließen kann und neue Schritte gewagt werden können.

In meiner psychotherapeutischen Praxis ist eine der häufigsten Ursachen von Beziehungsprobelemen, Krankheiten, depressiven Störungen oder seelischer und körperlicher Erschöpfung das übernommene Leid/Schicksal von Eltern, Großeltern oder nahen Verwandten. Dies geschieht häufig bereits in der frühen Kindlheit und bleibt oft völlig unbewusst. Wir tragen dann Gefühle von Traurigkeit, Hilflosigkeit oder Wut in uns. Sie belasten unsere Seele und gleichzeitig ziehen wir dann als Erwachsene ähnliche Situationen an, in denen wir uns genauso fühlen. Die Belastungen nehmen so ständig zu bis wir geschwächt sind und uns im günstigsten Fall therapeutische Hilfe holen.

Aus diesem Grund möchte ich den Unterschied zwischen Mitleiden und Mitfühlen aufzeigen.

Mitleid wird sowohl in der christlichen als auch in der buddhistischen Tradition als eine positive Eigenschaft und Tugend gesehen und gelehrt, da das gefühlte Mitleid den Menschen zur Barmherzigkeit und zur Nächstenliebe befähigt, Egoismus und Selbstsucht überwinden hilft und letztendlich zur Liebe führen soll. Der seit mehr als 2000 Jahre bestehende Memplex (ein unsichtbares Feld oder Muster im Kollektiven Unbewussten) der Lehre des Christentums in dem uns der Kreuzestod Christi als Barmherzigkeit und Liebe zu den Menschen als Vorbild dargestellt wurde/wird schlummert auch bei dem noch so aufgeklärten Menschen in unserem Unbewussten. So glauben viele, dass wir auch durch das Mitleiden mit einem Anghörigen durch das Tragen seines Schicksals (seines Kreuzes) Leid abnehmen könnten.

Mitleid ist die gefühlte Anteilnahme am Schmerz und Leid eines seelisch oder körperlich gepeinigten Menschen oder eines Tieres. Dies emfinden wir wie einen eigenen Schmerz. Besonders verstärkt erleben wir ihn, wenn wir uns zusätzlich zu diesen starken Gefühlen auch noch mit der Ungerechtigkeit dieses Schicksals identifizieren.

Als Therapeutin erlebe ich, dass das starke Mitleiden aber nie dazu führt, dass der Leidende sich dadurch besser fühlt. In Familienaufstellungen zeigt sich da sehr häufig, dass die Eltern oder nahe Verwandte es gar nicht wollen, dass jemand ihnen das Leid oder Schicksal abnimmt oder mitträgt. Dieses übernommene Leid führt oft zur Ohmachtsgefühlen, weil man häufig zusehen muss, dass der Leidende an seiner Situation gar nichts ändern möchte. Diese Ohnmachtsgefühle führen wiederum dazu, dass man zu dem Angehörigen dann in Distanz geht.
Die Distanzierung von der Situation oder Menschen kann aber meist nur vorübergehende Besserung bringen. Wenn das übernommene Leid gelöst werden soll, ist es nötig die unbewusste Einstellung zum Mitleid zu verändern.

Zunächst kann eine bewusste Auseindersetzung mit dem Thema Mitleid und Mitgefühl nützlich sein. Nach meiner Auffassung besitzt jeder gesunde Mensch die angeborene Fähigkeit Leid mitzuempfinden in verschieden starker Ausprägung. Besonders empfindsame Menschen (astrolog. Konstellation: Fisch, starke Neptunbetonung, 12. Hausbetonung) nehmen häufig so stark Anteil am Leid von Menschen und Tieren, dass sie ihre ganze Kraft einsetzen um zu helfen und sich dabei oft selbst verlieren. Andere verdrängen wiederum diese starken Gefühle, suchen Ablenkungen bis eine Krise sie zur inneren Einkehr zwingt, um sich vom Leid zu befreien.

Der Mitleidende ist mit dem Leid (der nahestehenden Person, des Tieres, der Welt) identifiziert, das heißt, er empfindet es so als ob es ihn selbst betreffen würde, ja es trifft einen unerlösten Seelenanteil in ihm, sonst könnte er es nicht so stark wahrnehmen. Wer starkes Mitleid empfindet hat aber auch die Chance sich vom eigenen Seelenschmerz zu befreien und seine unterdrückten Gefühle, wie Traurigkeit, Sehnsucht, Ängste, Schuld, Wut, etc. die in der Seele schlummern, zu heilen. Dies gelingt durch die Therapie mit den "inneren Bildern", Hypnotherapie, der Atemtherapie, Meditation und tiefenpsychol. ausgerichteten Therapien. Gerade durch die bewusstseinserweiternde Atemtherapie lassen sich Seelenzustände erreichen, die tiefe Erkenntnisse und Einsichten erlebbar und den Sinn des Daseins und der Aufgabe im Leben begreiflich machen.Das Mitleiden führt also zur Selbsterkenntnis und zum "wahrem Ich" und letztendlich auch zur bewussten Abgrenzung.
Das Mitleid kann sich dann in Mitgefühl wandeln, denn der mitfühlende Mensch hat das Mitleiden und den damit verbundenen eigenen Schmerz bereits bewusst durchlebt, kennt ihn, leidet jedoch nicht mehr mit. Er braucht nicht mehr auf Distanz zu gehen, sondern kann einen Leidenden einfühlend (empathisch) begleiten. Erst das Mitgefühl befähigt uns, sich in den Leidenden einzufühlen ohne den Schmerz empfinden zu müssen.

Gerade für Menschen, die in helfenden und heilenden Berufen arbeiten, ist es wichtig diese Unterschiede zu erkennen. Sie laufen sonst in Gefahr an Burnout oder Depressionen zu erkranken oder durch ihre Überabgrenzung, d.h. ohne die nötige Hingabe und Einfühlung nur noch den Job zu erledigen.





20. September 2015
die Brücke zu unserem Unbewussten
Die Brücke zu unserem innerem Wissen

Nach dem wunderschönen Sommer mit all den nach außen gerichteten Aktivitäten verlangt die Zeitqualität im Herbst und im Winter sich wieder mehr nach innen zu richten. Menschen, die immer mehr ihr Leben bewusster gestalten wollen, spüren das Bedürfnis nach mehr Entspannung. Sie sind achtsam mit sich selbst, reflektieren ihre Handlungen oder definieren für sich neue Ziele. Bewusster Umgang mit sich selbst und anderen Menschen ist der Weg, um mehr Glück und Zufriedenheit im Alltag zu erleben. Die Tage werden kürzer und die Sonne verliert ihre Kraft. Dies merken besonders sensible oder belastete Menschen und so verstärken sich im Herbst oft depressive Verstimmungen. Die Erholung aus dem Sommerurlaub ist vorbei und viele Menschen kämpfen wieder mit Stress in der Arbeit und im familiären Bereich. Der Druck im Beruf wird immer stärker und das Mitmenschliche bleibt häufig auf der Strecke, so dass Enttäuschungen über Kollegen, Mitarbeiter und Vorgesetze noch hinzukommen. Manche Menschen reagieren darauf auch mit körperlichen Symptomen, z.B. Rückenschmerzen oder einfach nur mit Frust, der dann oft im familiären Bereich abgelassen wird.

Wer Stress abbauen und Lebensenergie gewinnen möchte, dem empfehle ich meinen

Atem-und Entspannungs-Kurs an der Volkshochschule in Aichach,
in der Martinstr. 9., Aichach. Kurs Nr. 3475.

Bitte telefonisch Tel. 08251/8737 bei der Volkshochschule anmelden. Es gibt noch einige Restplätze, der Kurs beginnt am kommenden Montag, den 28.9.2015 Uhr.

An 5 Abenden, Beginn: von 19.50 Uhr bis 21.35 werden Sie die Atemtherapie erfahren und lernen sich sofort tief zu entspannen und zu regenerieren. Achtsamkeitsübungen und Übungen zum Stressabbau und viele Tipps erhalten Sie in diesem Kurs. Im Internet können Sie unter Volkshochschule Lkrs. Aichach-Friedberg das Kursprogramm unter Kursleiterin: Brigitte Neusiedl oder unter der Kurs Nr. 3475 die Kursbeschreibung lesen und sich auch direkt anmelden. Bitte eine Decke und Matte mitbringen. Ich würde mich freuen, Sie oder dich wiederzusehen. Möglicherweise wäre das auch eine nette Geschenkidee.

Ich weiß nicht genau, ob es an der Zeitqualität liegt, aber seit einigen Wochen häufen sich sowohl in meiner Praxis als auch im beobachtenden Umfeld die Partnerschaftprobleme und die familiären Konflikte. Viele Paare verdrängen oft sehr lange ihre Unzufriedenheit bis sie sich entschließen, professionelle Hilfe anzunehmen und häufig sind es die Frauen, die aus einer für sie unbefriedigenden Situation ausbrechen. Wenn beide Partner an ihrer Beziehung mit Hilfe eines geeigneten Therapeuten arbeiten, dann kann so manche drohendeTrennung verhindert werden. Die Beendigung einer Beziehung ist immer verbunden mit großem Leid, mit Ängsten, enttäuschten Hoffnungen, Wut und so manche Verletzungen. In der Therapie werden diese Gefühle bearbeitet und das angeschlagene Selbstwertgefühl wird wieder gestärkt.

Seit Jahren arbeite ich als Paartherapeutin und die Gespräche, die ich mit den Paaren erlebe, sind für diese sehr erkenntnisreich. Oft reichen 1 bis 2 gemeinsame Paargespräche aus. Danach ist es häufig sinnvoll mit den Partner jeweils Einzeltermine zu vereinbaren, um die jeweiligen frühkindlich erworbenen Verhaltensmuster und Schutzprogramme aufzudecken, die in der Partnerschaft ihren schädigenden Einfluß ausüben.

Bauen wir lieber Brücken und nicht Zäune!
Finden wir lieber wieder zusammen, als auf Distanz zu gehen.




1. Juni 2015
Hypnotische Trance - die Brücke zu unserem Unbewussten
die Brücke zu unserem Unbewussten

Dieses Bild hängt seit einigen Wochen in meinem Therapieraum. Lange suchte ich nach der Renovierung ein neues Bild, das irgendwie mit meiner therapeutischen Arbeit zu tun hat. Aber ich fand nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Als ich im Februar 2015 auf dieser Brücke im Blyde Canyon in Südafrika stand, war ich nicht nur von dieser Naturschönheit beeindruckt, sondern ich spürte, dies ist das Bild, das meine therapeutische Arbeit beschreibt.

Ja, ich baue auch Brücken. In der Tiefenentspannung oder hypnotischen Trance, die ich über eine Atementspannung einleite, können meine Klienten ihre Brücke zu ihrem Unbewussten betreten und durch ihre inneren Bilder (ähnlich den Traumbildern in der Nacht) ihr Unbewusstes erforschen und wirkliche Lösungen für ihre Probleme erhalten.

Auch unser Gehirn ist in zwei Gehirnhälften unterteilt, die durch den Balken (Corpus callosum) und einer Brücke (lt. Pons, sie verbindet u.a. die Kleinhirnhemisphären und ist für die Interaktion der Nerven zwischen dem Großhirn, dem Mittelhirn und Kleinhirn zuständig) verbunden sind. Dabei wissen wir aus der Gehirnforschung, dass die linke Gehirnhälfte besonders aktiv ist, wenn es um die verstandesmäßige, logische Erfassung der Tageseindrücke geht, wenn analytische, sprachliche und zeitlich lineare Prozesse ablaufen. Die rechte Gehirnhälfte ist mehr für die ganzheitliche Erfassung zuständig, also für die emotionalen, bildhaften, kreativen, musischen und intuitiven Fähigkeiten. Für die emotionalen Verarbeitungsprozesse spielt das Limbische System des Gehrins die zentrale Rolle.

Unser Gehirn beginnt bereits im Mutterleib alle Eindrücke und Erfahrungen wahrzunehmen, sie zu verarbeiten und zu speichern. Unser ganzes Leben, jede Gefühlsregung, jedes Erlebnis, jeder Sinneseindruck wird wie in einer großen Bibliothek oder besser gesagt Videothek gespeichert. Wie wir uns zeigen, wie wir agieren und reagieren, nach was wir uns sehnen, welche Motive uns antreiben, wie bestimmt oder unsicher wir auftreten, also alles was aus uns geworden ist, ist das Ergebnis der Erfahrungen, die wir bisher gemacht haben und das ist unsere Persönlichkeit.

Wir wissen, dass etwa 90 % unseres Handels von unserem Unbewussten gelenkt wird. Solange wir nicht unsere frühkindlich erlernten Verhaltensweisen, die familiären Prägungen, unsere Sehnsüchte und die wirkliche Gefühlswelt kennen, sind wir sozusagen fremdgesteuert, unfrei und erschaffen uns dadurch Stress und Frustgefühle. Wir erzeugen uns also unbewusst immer wieder neues Leid. Nach meiner Erfahrung sind Kränkungen, Schwierigkeiten und auch Schicksalsschläge auch dazu da unseren emotionalen Seelenspeicher zu leeren und unsere Lebensaufgaben zu erkennen.

Auch wenn wir in der Selbstreflektion oder in der Gesprächstherapie unsere Probleme, sei es familiärer oder beruflicher Art, bereits analysiert haben, fällt es uns trotzdem immer noch schwer wirkliche Veränderungen herbeizuführen. Das liegt daran, dass wir das Thema nicht wirklich auf der tieferen Ebene durchbearbeitet haben und die emotionale Bewertung einer seelischen Verletzung doch erheblich anders gesehen wird, als unser bewusster Verstand das glaubte. Wenn sozusagen Herz und Verstand im Einklang sind, dann könne wir von Harmonie und Zufriedenheit sprechen.

Meine Klientin, Frau M., 38 Jahre, aus dem südlichen Landkreis schrieb mir vor einigen Tagen: "Ich bin froh, dass ich so mutig war, mich bei dir zu melden. Ich hätte nicht gedacht, dass man als Kind so viel unbewusst aufnimmt und in seine Seele lässt. Es war auch gut, meine familiäre Situation aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und mit dir als professionelle Hilfe zu beleuchten. Ich gehe gestärkt in die Zukunft und nehme viele positive Gedanken mit."

Als ich diese Zeilen las, freute ich mich natürlich, dass es meiner Klientin gut geht. Nach 25 Jahren Therapiearbeit und den wunderbaren Erfolgen, die ich fast täglich erleben darf, habe ich ein großes Vertrauen in das Unbewusste meiner Klienten, weil ich weiß, dass wir die Lösungen schon finden. So vergesse ich fast, dass man vor seinen eigen unbewussten Inhalten Angst haben kann. Deshalb wird eine Therapie oft so lange aufgeschoben bis es nicht mehr anders geht. Das ist sehr schade, eben weil man sich unötig lange quält. Leider meint man immer noch, dass Psychotherpie nur etwas für sog. "Schizos", "Psychos" oder sogar "Irre" ist oder man fühlt sich "schwach", wenn man Hilfe annimmt. Desweiteren sind oft enge Moralvorstellungen die Ursache für die Angst sich jemanden anzuvertrauen, weil man glaubt, was bin ich bloß für ein schlechter Mensch, warum werde ich vom Schicksal so bestraft. Das sind oft Menschen, die in ihrer frühen Kindheit streng religiöse Eltern oder Großeltern hatten, die den "strafenden" Gott mehr betonten als den "liebenden Gott".

Nach den langen kalten Tagen wünsche ich uns nun schöne Sommertage.





15. März 2015

seit einigen Tagen bin ich wieder zu Hause. Ich hatte mir meinen lang gehegten Wunsch, Südafrika zu bereisen, erfüllt.
Die rote Erde Südafrikas, die grüne üppige Buschvegetation, die weite Landschaft, eingerahmt von den Drakensbergen, die tiefen großen Canyons, der Krüger Nationalpark mit Löwen, Elefantenherden, den Giraffen und vielen vielen Tieren, die ganz nah an unseren Jeep kamen, beeindruckten mich sehr. Eben hier, wo Tiere und Menschen sich neugierig und ohne Furcht begegnen konnten, hier muss wohl das Paradies sein, so dachte und fühlte ich es. Ich atmete diese Bilder tief in meine Seele ein um sie zu bewahren und habe natürlich auch sehr viel fotografiert.
Ich fühlte mich in diesen 3 Wochen von einer Lebensfreude erfüllt, die ich schon lange nicht mehr so intensiv wahrgenommen habe.
Beobachtet man die verschiedenen Stämme Südafrikas so fällt es wirklich auf, dass in diesen Menschen ganz viel Lebensfreude und Lebendigkeit steckt. Im Gegensatz zu der eingewanderten Bevölkerung (vorwiegend aus Holland und England) ist die schwarze Bevölkerung noch sehr arm. Sie scheinen keinen Stress zu kennen oder lachen und tanzen ihn einfach weg. Und genau das ist wohl das Geheimnis ihrer Zufriedenheit. So erlebte ich, dass sich das Personal nach getaner Arbeit in der Küche beim Abservieren spontan zusammen fand um einfach für uns zu singen. Nur so zum Spaß. Ich glaube, es gibt niemanden in der schwarzen Bevölkerung der nicht singen und klatschen kann. Deshalb sind sie locker und beweglich bis ins hohe Alter hinein und nicht so steif und starr wie wir das bei so viele Menschen bei uns beobachten können.

Am Montag begann mein Kurs: Die Heilkraft des Atems an der Volkshochschule in Aichach. Fast alle 13 Teilnehmer berichten, dass sie den Kurs gebucht haben, weil sie zu flach atmen, der Körper verspannt ist und sie sich nur schwer entspannen können. Neben körperlichen und seelischen Beschwerden leiden viele Teilnehmer darunter, dass sie sich ständig Gedanken um irgendein Problem machen und dieses Gedankenkreisen nicht mehr abstellen können.
Ich praktiziere seit mehr als 25 Jahren das psychoenergetische Atmen und das bewusste Wahnehmen der Atmung (Prof. Middendorf). Ich habe noch niemanden in meinem Kurs erlebt, der durch diese Technik nicht in eine tiefe wohltuende Entspannung eintauchen konnte. Keine Entspannungsmethode (egal ob es sich um das autogene Training oder um die progressive Muskelentspannung handelt) ist so effektiv wie die Atemtechnik, die ich aus beiden Atemlehren entwickelt habe. Aber die Atemtherapie bietet viel mehr. Dies zeigt eindrucksvoll der Film über Prof. Middendorf.

Im Kino Liliom in Augsburg werden jeden Sonntag im März spirituelle Filme gezeigt, jeweils am Vormittag. So kommt am 15.3. und 29.3. um 10.45 der Film: Atem - Stimme der Seele. Der Film wurde kurz vor dem Tod von Prof. Middendorf (sie wurde 99 Jahre alt) aufgenommen. Die Grande-Dame der Atemtherapie spricht über ihre Lebens- und Atemerfahrungen und von der "wissender Klarheit", die einem zuteil wird, wenn wir in der Entspannung die Verbundenheit mit allem Seienden erfahren.

Der Volkshochschulkurs mit 5 Abenden zielt darauf ab, eine Entspannungsmethode und das richtige Atmen einzuüben, aber wirklich tiefsitzende seelische und körperliche Blockaden können in diesem Rahmen nicht gelöst werden. Dazu braucht es einen geschützen Raum, mit intensiver Einzelbetreuung. Dies bietet sich in Einzelsitzungen an, oder aber in einer lösungsorientierten Atemgruppensitzung.
Am Samstag, den 18. April 2015 von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr findet in meiner Praxis eine Gruppenatemtherpie statt.

Zum Thema: Meine Gedanken kreisen und ich kann sie nicht abschalten:
Zwar ist es notwendig bei langanhaltendem Stress eine effektive Entspannungsmethode zu praktizieren, aber das Gedankenkreisen kann oft nicht nachhaltig damit beseitigt werden, wenn wir nicht die tiefergehende Lösung für unsere Probleme erkennen, also kreisen die Gedanken weiter. Warum, warum nur?...
Wir glauben, dass wir durch das richtige Denken, die richtige Strategie alle Probleme lösen können. Das Kraft des Unbewussten wird leider immer noch unterschätzt bzw. man glaubt durch positives Denken das Unbewusste beeinflussen zu können.
Wenn wir uns bewusst machen, dass etwa 90 % unserer Handlungen vom Unbewussten gesteuert werden, ist es sehr uneffektiv wenn wir versuchen unsere Probleme (die wir uns ja auch unbewusst gesucht oder verursacht haben) über die Gedanken lösen zu wollen.
Natürlich ist es sinnvoll über Dinge, die uns belasten, nachzusinnen oder darüber mit jemanden zu reden und andere Meinungen einzuholen. Wenn aber die Schwierigkeiten nicht gelöst werden können, dann sollte man sich mit Hilfe eines sachkundigen tiefenpsychologisch geschulten Therapeuten auf den Weg in sein Unbewusstes begeben. Meist wird man dann erkennen, welches tiefere Verhaltensmuster zur momentanen problematischen Situation geführt hat.
Zu diesem Ergebnis kam auch ein 58jähriger gestresster Manager, der in der Therapie bei mir erkannte, dass der Grund seiner Ängste und sein damit verbundener hoher Stresspegel im Kleinkindalter entstanden ist. Hier seine Geschichte:
Mein Klient litt ständig unter Existenzängsten und er versuchte mit seinem Betrieb immer weiter zu expandieren und arbeitete daher fast rund um die Uhr. Er war sehr erfolgreich und seine Existenz war mehr als gesichert. Das war das positive Ergebnis seiner Angst. Aber die Angst trieb ihn immer weiter an. Es zählte nur der Erfolg, egal ob die Familie, die Frau und die Kinder darunter zu leiden hatten. "Ich tue ja alles nur für euch", war seine Aussage. Aus diesem Hamsterrad kam er nicht mehr heraus. Die Ehe war längst gescheitert und seine Kinder enttäuschten ihn sehr, da sie unbewusst ein Gegengewicht zu ihrem leistungsorientierten Vater bildeten und sowohl in der Schule als auch im Studium nicht seine Anforderungen erfüllten. Zum Zeitpunkt seines Besuches bei mir hatte er starke Beklemmungen in der Brustgegend, Schlafstörungen, innere Unruhe, ein inneres Zittern und Angst vor Krankheiten und Probleme mit dem Älterwerden. Er definierte sich sehr stark über seine Denkleistungen und sein großes Allgemeinwissen. Die Existenzängste waren wieder akut, da er im Betrieb eine Umstrukturierung vorgenommen hatte und aufgrund seiner Angst sich auch falsch beraten ließ. Daher wurden falsche Entscheidungen getroffen und der Betrieb drohte in Schieflage zu kommen.
Nach einigen Therapiesitzungen erkannte er, dass er seine Existenzängste als Kind von der Mutter und seiner Großmutter übernommen hatte, die beide um ihren landwirtschaftlichen Betrieb und ihre Existenz kämpfen mussten. Sein Großvater war zudem im Krieg gefallen und seine Großmutter verdrängte ihren Schmerz und erfreute sich dann später an ihrem Enkelkind (meinem Klienten). Weiter erkannte er, dass er sich nur geliebt fühlen konnte, wenn er seine Eltern und seine Großmutter durch schulische Leistungen beeindruckte, dann zauberte er bei der Großmutter ein Lächeln auf ihren sonst so bitteren Mund.
Die Großmutter meines Klienten verstarb als dieser 8 Jahre alt war. Dieser Schmerz war so unsagbar groß, dass mein Klient seinen Schmerz tief in seiner Seele vergraben hatte.
In weiteren Sitzungen lernte mein Klient, den Schmerz seines inneren Kindes zu fühlen, ihn zu durchleben und loszulassen, damit er Gefühle nicht mehr als Hilflosigkeit, Ohnmächtigsein und persönliche Schwäche erlebt und sie verdrängen muss. Er spürte, wie sehr er sich selbst in all den Jahren verloren hatte und konnte erkennen, dass es ihm gut gehen darf, dass er ein Recht auf Liebe hat, ohne erst Leistungsbeweise erbringen zu müssen.
Das war eine sehr bewegende Therapie.

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